Drogen im Strassenverkehr – Fahren unter Drogeneinfluss

Der Drogenkonsum und das zeitgleiche Autofahren unter Drogeneinfluss sind keineswegs harmlos. Nebst dem gesundheitlichen Aspekt haben Drogen am Steuer vor allem verheerende Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit des Lenkers.


Polizeikontrolle Drogen im Strassenverkehr

Gewusst? Der Konsum von Drogen, Alkohol und Medikamenten ist schweizweit die 2. häufigste Ursache von tödlichen Unfällen!


Welche Drogen werden am meisten im Strassenverkehr konsumiert?

Die zur Verfügung stehenden Arten von unerlaubten Drogen nimmt stetig zu. Die meisten Drogenarten, die bei Fahrtüchtigkeitskontrollen eruiert wurden sind nebst dem Cannabis (Joint) vor allem starke Medikamente wie Opiate, Morphin aber auch Amphetamine, Kokain oder die Partydroge Ecstays (MDMA) gehören zu den Top Drogen im Strassenverkehr.

Welche Bussen oder Sanktionen drohen bei Drogenkonsum am Steuer?

Wer unter Drogeneinfluss ein Auto oder anderes Fahrzeug lenkt geht ein hohes Risiko ein, denn die Bussen resp. Folgen sind einschneidend. Es droht nebst dem Entzug des Führerscheins zudem einen hohen Bussenbetrag bis hin zu einem Freiheitsentzug.

Wie lange wird der Führerschein entzogen?

  • Für mindestens 3 Monate muss eine Person den Führerschein abgeben, die zum ersten Mal positiv getestet wurde.
  • Mindestens 12 Monate muss eine Person den Führerschein abgeben, wenn innerhalb von 5 Jahren – nach einem ersten Führerscheinentzug – die Person erneut positiv auf Drogensubstanzen getestet wurde.
  • Mindestens zwei Jahre müssen Personen den Führerschein abgeben, die innert 10 Jahren drei Mal positiv auf Drogen getestet wurden.
  • Ein definitiver Führerscheinentzug droht denjenigen Personen, die nach einem 2-jährigen Führerscheinentzug erneut positiv auf Drogen getestet wurden.

Wie sieht es mit dem Versicherungsschutz bei einem Drogenkonsum im Strassenverkehr aus?

Auch die Leistungen der Versicherungen werden im Falle eines Unfalls reduziert, sofern nachgewiesen werden kann, dass der Lenker zum Zeitpunkt des Unfalls unter Drogeneinfluss gestanden ist. Diese Leistungskürzungen können sehr einschneidend sein und für den Lenker teuer zu stehen kommen. Kosten, die mehrere CHF 10’000.- verursachen liegen plötzlich in der finanziellen Verantwortung des Lenkers. Nicht unüblich sind je nach Schwere des Vergehens auch Schäden resp. Kosten in der Höhe von mehreren hunderttausend Franken ja sogar Millionen!

Drogenschnelltests setzen sich bei Kontrollen im Strassenverkehr durch

Vermehrt setzt die Polizei bei Strassenverkehrskontrollen sogenannte „Drogen Schnelltests“ ein. Diese Schnelltests erlauben es den Polizisten vor Ort – ohne weitere Laborutensilien – einen Anfangsverdacht zu erhärten. Dabei werden bei verdächtigen Lenkern Drogenschnelltests durchgeführt, die verschiedene Substanzen nachweisen können. Besonders gut etabliert hat sich dabei der „Drogen Speichel-Schnelltest“.