Das Toxcontrol Drogenlexikon bietet eine umfassende, alphabetisch strukturierte Übersicht zu psychoaktiven Substanzen, Konsumformen, Wirkmechanismen, Szenebegriffen sowie zentralen Begriffen aus Prävention, Therapie und Schadensminimierung.
Alle Inhalte sind wissenschaftlich fundiert, neutral formuliert und bewusst frei von moralischer Wertung. Ziel ist es, Risiken verständlich zu erklären, Warnsignale frühzeitig einzuordnen und gefährliche Fehlinformationen zu vermeiden.
Das Lexikon richtet sich an Eltern, Jugendliche, Schulen, Fachpersonen, Beratungsstellen, Behörden sowie an Privatpersonen, die verlässliche Informationen für fundierte Entscheidungen benötigen.
Dieses Lexikon enthält keine Konsumanleitungen. Alle Inhalte dienen ausschliesslich der Aufklärung, Prävention und Risikominimierung und ersetzen keine medizinische oder therapeutische Beratung.
A
Abhängigkeit
Abhängigkeit ist eine chronische Störung, bei der Konsum trotz negativer Folgen fortgesetzt wird. Typisch sind Craving, Kontrollverlust, Toleranz und Entzug. Ursachen sind u. a. neurobiologische Veränderungen im Belohnungssystem – nicht „Willensschwäche“.
Alkohol
Alkohol ist ein sedierendes, enthemmendes Nervengift. Er beeinträchtigt Reaktion, Urteil und Koordination – und zählt trotz Legalität zu den gesundheitlich schädlichsten Substanzen.
Hohe Risiken: Alkoholvergiftung, Unfälle, Gewalt, sowie chronische Schäden (Leber, Herz, Nervensystem, Psyche). Besonders gefährlich ist Mischkonsum mit Downern (z. B. Benzodiazepinen, Opioiden, GHB/GBL).
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Hoch
- Akutgefahr: Hoch
- Langzeitfolgen: Hoch
- Mischkonsum: Sehr hoch
Amphetamin
Amphetamin ist ein Stimulans (Upper), das Dopamin/Noradrenalin erhöht. Es steigert Wachheit und Antrieb, kann aber Unruhe, Angst, Herzrasen und Schlaflosigkeit verursachen. Schlafentzug ist ein zentraler Risikotreiber.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Mittel bis hoch
- Akutgefahr: Mittel
- Langzeitfolgen: Mittel
- Mischkonsum: Sehr hoch
Ayahuasca
Ayahuasca ist ein traditionelles Pflanzengebräu (u. a. DMT + MAO-Hemmer). Erfahrungen können intensiv emotional und psychisch fordernd sein. Risiken steigen bei psychischen Vorerkrankungen und instabilen Lebensphasen.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Gering
- Akutgefahr: Mittel
- Langzeitfolgen: Möglich
- Mischkonsum: Sehr hoch
B
Benzodiazepine
Benzodiazepine („Benzos“) sind beruhigende Medikamente (GABA-Wirkung), z. B. Diazepam, Lorazepam, Alprazolam. Medizinisch sinnvoll – aber mit hohem Abhängigkeits- und Entzugsrisiko.
Besonders gefährlich ist Mischkonsum mit Alkohol, Opioiden oder GHB/GBL: Atemdepression, Blackouts, Notfälle.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Hoch
- Akutgefahr: Mittel
- Langzeitfolgen: Hoch
- Mischkonsum: Sehr hoch
Buprenorphin
Buprenorphin ist ein Opioid (Partialagonist), oft in der Substitution. Es kann Entzug/Craving reduzieren, bleibt aber bei Mischkonsum (v. a. mit Benzos/Alkohol) riskant.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Mittel
- Akutgefahr: Niedrig bis mittel
- Langzeitfolgen: Mittel
- Mischkonsum: Sehr hoch
Bong
Eine Bong ermöglicht sehr grosse Rauchmengen in kurzer Zeit. Dadurch entstehen hohe THC-Spitzenwerte (häufig mehr Angst/Panik als bei „langsamerem“ Konsum). Siehe Cannabis.
Blackout
Ein Blackout ist ein Gedächtnisausfall während eines Rausches (häufig Alkohol, verstärkt durch Downer). Betroffene können „funktionieren“, speichern aber keine Erinnerungen.
Blotter
Blotter sind kleine Papierträger, die häufig mit LSD getränkt sind. Dosierung kann schwanken. Siehe Hauptartikel: LSD.
C
Cannabis
Cannabis umfasst Blüten (Marihuana), Harz (Haschisch) und Konzentrate. Hauptwirkstoff ist THC. Effekte reichen von Entspannung bis Angst/Panik – stärker bei hohen THC-Gehalten.
Risiken: beeinträchtigte Fahrtüchtigkeit, Konzentrationsprobleme, Abhängigkeit (v. a. regelmässig), sowie psychische Krisen bei Vulnerabilität. Früher Konsum erhöht Risiken.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Mittel
- Akutgefahr: Mittel
- Langzeitfolgen: Mittel
- Mischkonsum: Mittel
Crack
Crack ist eine rauchbare Form von Kokain mit sehr schnellem, intensivem Wirkungseintritt und kurzer Dauer. Das fördert „Binge“-Konsum und starkes Craving.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Extrem hoch
- Akutgefahr: Hoch
- Langzeitfolgen: Hoch
- Mischkonsum: Sehr hoch
Codein
Codein ist ein Opioid (u. a. in Husten-/Schmerzmitteln). Ein Teil wird im Körper zu Morphin umgewandelt. Missbrauch birgt Risiko für Atemdepression und Abhängigkeit – besonders bei Mischkonsum.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Mittel
- Akutgefahr: Mittel
- Langzeitfolgen: Mittel
- Mischkonsum: Sehr hoch
Synthetische Cannabinoide
Synthetische Cannabinoide (z. B. „Spice“, „K2“) binden an THC-Rezeptoren, wirken aber oft deutlich stärker und unberechenbarer. Zusammensetzungen wechseln häufig – Risiko schwerer Vergiftungen ist hoch.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Mittel
- Akutgefahr: Hoch
- Langzeitfolgen: Hoch
- Mischkonsum: Sehr hoch
Coffein
Coffein ist ein legales Stimulans. In üblichen Mengen meist gut verträglich, kann in hohen Dosen Unruhe, Herzrasen und Angst auslösen. Hochdosierte Pulver/Shots sind riskanter.
D
DMT (Dimethyltryptamin)
DMT ist ein starkes Halluzinogen mit sehr schnellem Wirkungseintritt und kurzer Dauer (typisch Minuten). Trips können extrem intensiv sein und psychisch überfordern.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Gering
- Akutgefahr: Mittel
- Langzeitfolgen: Möglich
- Mischkonsum: Sehr hoch
Diazepam
Diazepam ist ein Benzodiazepin mit langer Wirkdauer. Risiken v. a. Sedierung, Abhängigkeit und Mischkonsum. Siehe Hauptartikel: Benzodiazepine.
Downer
„Downer“ ist ein Sammelbegriff für dämpfende Substanzen (z. B. Alkohol, Benzodiazepine, Opioide, GHB/GBL). Hauptgefahr: Atemdepression – besonders im Mischkonsum.
Dope
„Dope“ ist ein unspezifischer Slang für „Drogen“. Bedeutung hängt vom Kontext ab – daher immer konkret nachfragen, welche Substanz gemeint ist.
E
Ecstasy (MDMA)
MDMA wirkt stimulierend und entaktogen (Nähe/Empathie). Risiken sind Überhitzung, Kreislaufstress, „Down“-Phasen, sowie Verunreinigungen (z. B. PMA, Cathinone).
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Mittel
- Akutgefahr: Hoch
- Langzeitfolgen: Mittel
- Mischkonsum: Sehr hoch
Entzug
Entzug sind körperliche/psychische Symptome nach Absetzen einer abhängig machenden Substanz. Besonders gefährlich (ohne ärztliche Begleitung): Alkohol, Benzodiazepine, GHB/GBL.
Euphorie
Euphorie ist ein intensives Hochgefühl und ein wichtiger Treiber für wiederholten Konsum und Abhängigkeit. Auf Euphorie kann – je nach Substanz – ein starker „Crash“ folgen.
E-Zigarette
E-Zigaretten verdampfen Liquids (oft Nikotin). In der Szene teils für THC-Öle oder synthetische Cannabinoide zweckentfremdet – Schwarzmarktprodukte können schwere Lungenschäden verursachen.
F
Fentanyl
Fentanyl ist ein extrem potentes Opioid (deutlich stärker als Morphin). Bereits kleinste Mengen können Atemstillstand auslösen. Illegale Beimischungen in anderen Drogen erhöhen das Überdosisrisiko stark.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Extrem hoch
- Akutgefahr: Extrem hoch
- Langzeitfolgen: Hoch
- Mischkonsum: Extrem hoch
Flashback
Flashbacks sind das spontane Wiedererleben von Trip-Elementen (meist nach Halluzinogenen). Bei anhaltenden visuellen Störungen spricht man teils von HPPD.
FreD (Frühintervention)
FreD ist ein Frühinterventionsprogramm für Jugendliche/junge Erwachsene nach erstauffälligem Konsum: Beratung, Aufklärung, Reflexion – bevor sich riskante Muster verfestigen.
Freebasing
Freebasing ist das Rauchen von Kokain in Baseform – extrem schneller Kick, hohes Risiko für Herzprobleme, Psychosen und Abhängigkeit.
Freizeitdroge
„Freizeitdrogen“ werden meist in Party-/Sozialkontexten konsumiert (z. B. Alkohol, Cannabis, MDMA, Kokain, Ketamin). „Freizeit“ bedeutet nicht „harmlos“ – Mischkonsum und Überdosierungen sind häufige Notfallgründe.
G
GHB / GBL
GHB/GBL sind stark sedierende Substanzen mit sehr schmaler Dosisspanne. Schon geringe Überdosierungen können zu Bewusstlosigkeit, Atemdepression und Koma führen.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Hoch
- Akutgefahr: Extrem hoch
- Langzeitfolgen: Mittel
- Mischkonsum: Extrem hoch
Gras
Umgangssprachlich für Marihuana (Cannabisblüten). Siehe Hauptartikel: Cannabis.
Grinder
Zubehör zum Zerkleinern von Cannabis. Hygiene/Materialqualität sind wichtiger als „Wirkung“.
Galanteriestoffe
Historischer, heute kaum gebräuchlicher Begriff in alten Texten. Unspezifisch – in der Praxis immer die konkrete Substanz benennen.
Gegenabhängigkeit
Beschreibt eine sehr rigide, teils angstgetriebene Ablehnung jeglicher psychoaktiver Substanzen nach eigener Abhängigkeit. Kann stabilisieren, aber auch sozial belasten.
H
Heroin
Heroin ist ein hochpotentes Opioid mit sehr hohem Abhängigkeitspotenzial. Hauptgefahr ist Überdosierung (Atemdepression), besonders bei Reinheitsschwankungen und Beimischungen (z. B. Fentanyl).
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Extrem hoch
- Akutgefahr: Extrem hoch
- Langzeitfolgen: Hoch
- Mischkonsum: Extrem hoch
Halluzinogene
Halluzinogene verändern Wahrnehmung, Denken und Emotionen (z. B. LSD, Psilocybin, DMT, Meskalin). Risiken sind Angst/Panik, psychische Krisen und selten HPPD. Set & Setting sind zentral.
Haschisch
Gepresstes Cannabis-Harz, oft mit höherem THC-Gehalt als Blüten. Siehe Hauptartikel: Cannabis.
Hauptwirkung
Primärer, beabsichtigter Effekt einer Substanz (z. B. Euphorie, Entspannung, Wachheit). Variiert stark je nach Dosis, Konsumform, individueller Sensitivität und Setting.
H-Kurve
Modell für den Wirkungsverlauf von Heroin (schneller „Rush“, kurze Dauer, Nachlegen-Risiko). Siehe: Heroin.
I
Inhalation
Inhalation (Rauchen/Verdampfen) führt zu sehr schnellem Wirkungseintritt, aber erhöht auch Risiko für Überdosierung, Panik und Lungenschäden – besonders bei Crack, Meth/ICE, synthetischen Cannabinoiden und Schwarzmarkt-THC-Ölen.
Ibogain
Ibogain wird experimentell in Suchtbehandlung diskutiert, kann aber schwere Nebenwirkungen auslösen (u. a. Herzrhythmusstörungen). Ohne medizinische Überwachung hochriskant.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Gering
- Akutgefahr: Hoch
- Langzeitfolgen: Möglich
- Mischkonsum: Sehr hoch
Indikation
Medizinischer Grund für den Einsatz eines Arzneimittels. Ohne Indikation steigt Risiko für Nebenwirkungen, Abhängigkeit und Fehlgebrauch.
ICE (kristallines Methamphetamin)
ICE ist eine sehr reine Form von Methamphetamin mit langer Wirkdauer. Hohe Risiken: Schlafentzug, Herz-Kreislauf-Notfälle, Psychosen und schneller körperlicher/psychischer Abbau.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Extrem hoch
- Akutgefahr: Hoch
- Langzeitfolgen: Hoch
- Mischkonsum: Extrem hoch
J
Joint
Ein Joint ist eine Cannabis-Zigarette, oft mit Tabak gemischt. Risiken steigen durch Nikotinabhängigkeit und ungenaue Dosierung. Siehe: Cannabis.
Jugendschutzgesetz
Regelt Abgabe/Verkauf von Alkohol, Nikotin und weiteren Stoffen an Minderjährige. Details variieren je nach Land/Kanton.
Junkie
Abwertender Begriff, der stigmatisiert und Hilfezugang erschweren kann. Neutraler: „Person mit Opioidabhängigkeit“. Siehe: Heroin.
K
Kokain
Kokain ist ein starkes Stimulans mit kurzer Wirkdauer – häufiges Nachlegen ist typisch. Risiken: Herzrhythmusstörungen, Angst, Aggression, Psychosen und hohes psychisches Abhängigkeitspotenzial.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Hoch
- Akutgefahr: Hoch
- Langzeitfolgen: Hoch
- Mischkonsum: Extrem hoch
Kiffen
Umgangssprachlich für Cannabis rauchen. Siehe Hauptartikel: Cannabis.
Koma-Trinken
Sehr schnelles Trinken grosser Alkoholmengen. Hohe Akutgefahr: Vergiftung, Bewusstlosigkeit, Erstickungsgefahr, Unterkühlung. Siehe: Alkohol.
Ketamin
Dissoziatives Anästhetikum. Risiken: Stürze/Unfälle (Koordinationsverlust), Übelkeit, Orientierungslosigkeit, sowie bei häufigem Konsum Blasenschäden („Ketamin-Bladder“).
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Mittel
- Akutgefahr: Mittel
- Langzeitfolgen: Mittel
- Mischkonsum: Hoch
L
LSD (Lysergsäurediethylamid)
LSD ist ein extrem potentes Halluzinogen (Mikrogramm-Bereich) mit langer Wirkdauer (oft 8–12 Stunden). Risiken: Angst/Panik („Bad Trip“), psychische Überforderung, Flashbacks/HPPD.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Gering
- Akutgefahr: Mittel
- Langzeitfolgen: Möglich
- Mischkonsum: Hoch
Langzeitfolgen
Langzeitfolgen sind dauerhafte körperliche, psychische oder soziale Schäden durch chronischen Konsum. Art und Schwere hängen stark von Substanz, Dauer und Konsumstart (früher Beginn = höheres Risiko) ab.
Legal Highs
„Legal Highs“ ist ein umgangssprachlicher Begriff für NPS (Neue psychoaktive Substanzen). Sie sind nicht automatisch „legal“ oder „sicher“ – häufig ändern sich Zusammensetzung und Wirkstärke laufend.
M
Methadon
Methadon ist ein synthetisches Opioid mit langer Halbwertszeit, das vor allem in der Substitutionstherapie eingesetzt wird. Es verhindert Entzugssymptome, reduziert Craving und stabilisiert den Alltag.
Risiken umfassen Atemdepression, Müdigkeit, Verstopfung, hormonelle Veränderungen und Abhängigkeit. Besonders gefährlich ist der Mischkonsum mit Benzodiazepinen oder Alkohol. Substitution wirkt am besten in Kombination mit psychosozialer Betreuung.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Mittel
- Akutgefahr: Mittel
- Langzeitfolgen: Mittel
- Mischkonsum: Sehr hoch
FAQ
- Kann Methadon high machen? In therapeutischer Dosierung kaum.
- Wie lange wirkt Methadon? Häufig 24–36 Stunden.
MDMA (Ecstasy)
MDMA wirkt entaktogen, stimulierend und euphorisierend. Typisch sind gesteigerte Empathie, Nähegefühl und Energie. Die Wirkung entsteht vor allem durch starke Serotonin- und Dopamin-Freisetzung.
Risiken umfassen Überhitzung, Kreislaufbelastung, Angstzustände und depressive Verstimmungen nach dem Konsum. Verunreinigungen sind häufig (z. B. PMA/PMMA) und können das Überdosisrisiko massiv erhöhen.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Mittel
- Akutgefahr: Hoch
- Langzeitfolgen: Mittel
- Mischkonsum: Sehr hoch
FAQ
- Wie lange wirkt MDMA? Meist 3–6 Stunden.
- Kann MDMA Depressionen auslösen? Ja – besonders bei häufigem Konsum.
Magic Mushrooms
„Magic Mushrooms“ sind Zauberpilze mit dem Wirkstoff Psilocybin. Für Wirkung, Risiken und Nachweis siehe Psilocybin.
Mischkonsum
Mischkonsum ist die gleichzeitige oder zeitnahe Einnahme verschiedener Substanzen. Kombinationen können Wirkungen verstärken, abschwächen oder unvorhersehbar verändern. Viele Notfälle entstehen durch Mischkonsum – oft unbewusst.
Besonders gefährlich sind Kombinationen aus Downern (Alkohol, Benzodiazepine, GHB) sowie Opiate/Opioide + Benzodiazepine oder Alkohol. Risiken reichen von Atemdepression bis zu schweren psychischen Krisen.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: —
- Akutgefahr: Extrem hoch
- Langzeitfolgen: Hoch
- Mischkonsum: Extrem hoch
N
Nachlegen (Zugaben)
„Nachlegen“ ist die erneute Einnahme, wenn die Wirkung nachlässt – häufig bei Stimulanzien, MDMA und GHB/GBL. Es ist ein häufiger Auslöser für Notfälle, weil Wirkstoffspitzen und Fehlentscheidungen entstehen.
Besonders riskant ist Nachlegen bei verzögerter Wirkung (z. B. Edibles, PMA/PMMA) oder unklarer Reinheit.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: —
- Akutgefahr: Hoch
- Langzeitfolgen: Mittel
- Mischkonsum: Hoch
FAQ
- Warum ist Nachlegen so gefährlich? Unkontrollierte Wirkstoffspitzen.
- Welche Substanzen sind besonders betroffen? MDMA, GHB/GBL, Kokain, Speed, Meth.
Nikotin
Nikotin ist ein stark wirksames Stimulans aus Tabak, das sehr schnell abhängig macht. Die Wirkung setzt innerhalb weniger Sekunden ein und kann gleichzeitig anregend und beruhigend wirken.
Risiken umfassen Herz-Kreislauf-Belastung, Atemwegserkrankungen (v. a. durch Rauchen), Entzugssymptome und starkes Craving. E-Zigaretten reduzieren einige Schadstoffe, sind aber nicht risikofrei.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Sehr hoch
- Akutgefahr: Niedrig
- Langzeitfolgen: Hoch (v. a. durch Rauchen)
- Mischkonsum: Mittel (v. a. mit Alkohol)
FAQ
- Macht Nikotin schnell abhängig? Ja – oft bereits nach wenigen Wochen.
- Ist Dampfen sicherer als Rauchen? Weniger Schadstoffe, aber weiterhin abhängig machend.
NPS – Neue psychoaktive Substanzen
NPS sind synthetische Substanzen, die entwickelt werden, um bestehende Drogengesetze zu umgehen. Sie imitieren die Wirkung klassischer Drogen (z. B. Cannabis, Kokain, MDMA), sind aber oft stärker und unberechenbarer.
Die Risiken sind erheblich: Herzrasen, Psychosen, Krampfanfälle, Nierenversagen und schwere Vergiftungen treten häufiger auf als bei etablierten Substanzen. Zusammensetzung und Dosierung ändern sich laufend.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Mittel
- Akutgefahr: Extrem hoch
- Langzeitfolgen: Hoch
- Mischkonsum: Extrem hoch
FAQ
- Warum sind NPS so gefährlich? Unklare Zusammensetzung und hohe Wirkstärke.
- Kann man NPS testen? Teilweise – viele neue Wirkstoffe sind schwer nachweisbar.
Naloxon
Naloxon ist ein Opioid-Antagonist, der die Wirkung von Opioiden (z. B. Heroin, Fentanyl, Methadon) rasch aufheben kann. Es wird bei Opioid-Überdosierungen eingesetzt und kann lebensrettend sein.
Die Wirkung hält meist kürzer als viele Opioide – deshalb können mehrere Dosen nötig sein. Naloxon macht nicht abhängig und hat keine Rauschwirkung.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Keines
- Akutgefahr: Keine (Medikament)
- Langzeitfolgen: Keine
- Mischkonsum: —
FAQ
- Kann Naloxon schaden? Es wirkt nur bei Opioiden.
- Warum sind mehrere Dosen nötig? Weil viele Opioide länger wirken als Naloxon.
Nasaler Konsum
Beim nasalen Konsum („Sniefen“) wird eine Substanz über die Nasenschleimhäute aufgenommen. Die Wirkung setzt meist schnell ein.
Risiken: Schleimhautschäden, Entzündungen, Nasenbluten, Infektionen. Das Teilen von Röhrchen erhöht das Risiko für Hepatitis und andere Infektionen.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Variabel
- Akutgefahr: Mittel
- Langzeitfolgen: Mittel
- Mischkonsum: Mittel
Nebenwirkung
Nebenwirkungen sind unerwünschte Effekte zusätzlich zur Hauptwirkung (z. B. Übelkeit, Angst, Schlaflosigkeit, Herzrasen). Intensität hängt u. a. von Dosis, individueller Sensitivität und Mischkonsum ab.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: —
- Akutgefahr: Niedrig bis mittel
- Langzeitfolgen: Niedrig bis mittel
- Mischkonsum: —
O
Opiate / Opioide
Opiate/Opioide binden an Opioidrezeptoren und wirken schmerzlindernd, beruhigend und teils euphorisierend. Beispiele: Morphin, Heroin, Fentanyl, Oxycodon, Methadon.
Hauptrisiko ist Atemdepression mit hoher Überdosisgefahr, dazu starke Abhängigkeit. Besonders gefährlich: Mischkonsum mit Alkohol oder Benzodiazepinen.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Extrem hoch
- Akutgefahr: Extrem hoch
- Langzeitfolgen: Hoch
- Mischkonsum: Extrem hoch
FAQ
- Sind Opiate und Opioide dasselbe? Opiate natürlich, Opioide (halb-)synthetisch.
- Warum so gefährlich? Wegen Atemdepression und hohem Abhängigkeitspotenzial.
Oxycodon
Oxycodon ist ein starkes verschreibungspflichtiges Opioid gegen starke Schmerzen. Missbrauch kann zu Abhängigkeit und Überdosierung führen.
Besonders riskant: Alkohol/Benzodiazepine. Überdosierung kann lebensbedrohlich sein – auch bei medizinischer Anwendung, wenn Regeln missachtet werden.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Hoch
- Akutgefahr: Hoch
- Langzeitfolgen: Hoch
- Mischkonsum: Extrem hoch
FAQ
- Ist Oxycodon stärker als Morphin? Häufig ja (höhere Wirkstärke).
- Kann man es sicher einnehmen? Nur ärztlich kontrolliert und ohne Mischkonsum.
Opium
Opium ist der getrocknete Milchsaft des Schlafmohns und enthält natürliche Opiate (z. B. Morphin). Wirkung und Risiken ähneln anderen Opioiden, Konzentration variiert jedoch stark.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Hoch
- Akutgefahr: Hoch
- Langzeitfolgen: Hoch
- Mischkonsum: Extrem hoch
FAQ
- Ist Opium „natürlich“? Ja – aber natürlich bedeutet nicht sicher.
- Kann Opium abhängig machen? Ja – sehr schnell.
Overdose (Überdosis)
Siehe Überdosis (Hauptartikel).
P
Psilocybin (Zauberpilze)
Psilocybin ist ein psychedelischer Wirkstoff in Zauberpilzen („Magic Mushrooms“). Er erzeugt veränderte Wahrnehmung, visuelle Effekte und starke emotionale Verstärkung. Die Wirkung hält meist 4–8 Stunden an und hängt stark von Set & Setting ab.
Risiken: Angstzustände, Orientierungslosigkeit, psychische Krisen und selten anhaltende Wahrnehmungsstörungen. Therapeutisches Potenzial wird erforscht, jedoch nur unter professioneller Begleitung.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Gering
- Akutgefahr: Mittel
- Langzeitfolgen: Möglich
- Mischkonsum: Mittel
FAQ
- Sind Zauberpilze legal? Die Rechtslage variiert je nach Land.
- Kann Psilocybin abhängig machen? Körperlich nein, psychisch selten.
Pep (Amphetamin)
„Pep“ ist ein Szenebegriff für Amphetamin. Risiken: Schlafentzug, Herzbelastung, Angst, Aggressionen, Zähneknirschen und psychotische Episoden – besonders bei hohen Dosen oder wenig Schlaf.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Hoch
- Akutgefahr: Mittel
- Langzeitfolgen: Mittel
- Mischkonsum: Hoch
FAQ
- Ist Pep dasselbe wie Speed? Häufig ja – beides Amphetamin (oft gestreckt).
- Kann Pep Psychosen auslösen? Ja – besonders bei hohen Dosen/Schlafentzug.
PMA / PMMA
PMA/PMMA werden teils als MDMA-Ersatz verkauft. Sie wirken verzögert – zu frühes Nachlegen ist eine häufige Ursache für Überdosierungen. Risiken: starke Überhitzung, Krampfanfälle, Atemprobleme bis Tod.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Mittel
- Akutgefahr: Extrem hoch
- Langzeitfolgen: Hoch
- Mischkonsum: Extrem hoch
FAQ
- Warum so gefährlich? Verzögerte Wirkung + starke Überhitzungsgefahr.
- Kann man PMA erkennen? Sicher nur via Drug Checking/Labor.
Psychose
Eine Psychose ist ein schwerer Zustand mit Realitätsverlust (z. B. Halluzinationen, Wahn, starke Angst). Auslöser können Substanzen (v. a. Stimulanzien, hochpotentes Cannabis, synthetische Cannabinoide) und Schlafentzug sein.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: —
- Akutgefahr: Hoch
- Langzeitfolgen: Hoch
- Mischkonsum: —
Q
Q (in Arbeit)
Dieser Buchstabe wird noch ergänzt.
R
R (in Arbeit)
Dieser Buchstabe wird noch ergänzt.
S
Speed (Amphetamin)
Speed ist meist Amphetamin oder Amphetamin-Gemisch. Risiken: Herzrasen, Schlafentzug, Angst, Aggressionen, Überhitzung und psychotische Episoden. Streckmittel machen die Wirkung unberechenbar.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Hoch
- Akutgefahr: Mittel
- Langzeitfolgen: Hoch
- Mischkonsum: Hoch
FAQ
- Ist Speed dasselbe wie Pep? Häufig ja.
- Kann Speed Psychosen auslösen? Ja – v. a. bei hohen Dosen/Schlafentzug.
Sniffen
Sniffen ist nasaler Konsum. Für Risiken und Hygiene siehe Nasaler Konsum.
Substitution
Substitution ist die medizinisch kontrollierte Abgabe von Opioiden (z. B. Methadon, Buprenorphin) zur Stabilisierung und Risikoreduktion. Am wirksamsten in Kombination mit Beratung/Therapie.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Mittel (medizinisch kontrolliert)
- Akutgefahr: Niedrig
- Langzeitfolgen: Niedrig
- Mischkonsum: Hoch
Synthetische Cannabinoide
Synthetische Cannabinoide („Spice“) sind oft deutlich stärker als THC und wirken unberechenbar. Risiken: Krampfanfälle, Psychosen, Nierenversagen, Bewusstlosigkeit und schwere Vergiftungen.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Mittel
- Akutgefahr: Extrem hoch
- Langzeitfolgen: Hoch
- Mischkonsum: Extrem hoch
FAQ
- Sind synthetische Cannabinoide legal? Meist nicht – viele werden schnell verboten.
- Warum so gefährlich? Unklare Zusammensetzung, extreme Wirkstärke.
Sedierung
Sedierung ist die dämpfende Wirkung auf das zentrale Nervensystem (z. B. Alkohol, Benzodiazepine, Opioide, GHB). Hauptrisiko: Atemdepression, Stürze, Bewusstlosigkeit – besonders bei Mischkonsum.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Mittel bis hoch
- Akutgefahr: Hoch
- Langzeitfolgen: Mittel
- Mischkonsum: Extrem hoch
T
THC (Tetrahydrocannabinol)
THC ist der wichtigste psychoaktive Wirkstoff von Cannabis. Moderne Sorten können sehr hohe THC-Werte haben, was Wirkung und Risiken verstärkt.
Risiken: Konzentrationsstörungen, Panikattacken, psychotische Episoden, Fahrtüchtigkeitsverlust und Abhängigkeit. Jugendliche sind besonders gefährdet.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Mittel
- Akutgefahr: Mittel
- Langzeitfolgen: Mittel
- Mischkonsum: Mittel
FAQ
- Macht THC abhängig? Ja – v. a. bei regelmässigem Konsum.
- Wie lange wirkt THC? Rauchen 1–3h, Edibles deutlich länger.
Toleranz
Toleranz ist die Anpassung des Körpers: man braucht mehr Substanz für die gleiche Wirkung. Nach Pausen sinkt die Toleranz – alte Dosen können dann gefährlich sein.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: —
- Akutgefahr: Mittel
- Langzeitfolgen: Mittel
- Mischkonsum: —
Trip
Ein Trip beschreibt die psychedelische Erfahrung (z. B. LSD/Psilocybin). Risiken: Angst, Panik, Überforderung, Flashbacks und selten HPPD – Set & Setting sind entscheidend.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Gering
- Akutgefahr: Mittel
- Langzeitfolgen: Möglich
- Mischkonsum: Hoch
Toleranzbruch
Toleranzbruch = plötzlicher Toleranzverlust nach Pause (Therapie, Haft, Krankheit). Besonders gefährlich bei Opioiden, Benzodiazepinen und GHB/GBL.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: —
- Akutgefahr: Extrem hoch
- Langzeitfolgen: Mittel
- Mischkonsum: —
U
Überdosis
Eine Überdosis entsteht, wenn der Körper mehr Substanz aufnimmt, als er verarbeiten kann. Symptome variieren: Atemstillstand bei Opioiden, Krampfanfälle bei NPS, Bewusstlosigkeit bei Alkohol, extreme Überhitzung bei Stimulanzien/MDMA.
Haupt-Risikofaktoren sind Reinheitsschwankungen, Mischkonsum und Konsum nach Pausen (Toleranzverlust). Opioid-Überdosierungen können durch Naloxon teilweise rückgängig gemacht werden.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: —
- Akutgefahr: Extrem hoch
- Langzeitfolgen: Hoch
- Mischkonsum: Extrem hoch
FAQ
- Woran erkennt man eine Überdosis? Atemprobleme, Bewusstlosigkeit, blaue Lippen, Krampfanfälle.
- Kann man sie verhindern? Kein Mischkonsum, vorsichtig dosieren, Drug Checking.
Uppers (Stimulanzien)
„Uppers“ sind stimulierende Substanzen (z. B. Amphetamin, Kokain, Meth, MDMA). Risiken: Herzbelastung, Überhitzung, Schlafentzug, Angst, Craving – häufig riskant in Kombination mit Alkohol/Downern.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Hoch
- Akutgefahr: Mittel bis hoch
- Langzeitfolgen: Hoch
- Mischkonsum: Hoch
Urintest
Urintests weisen Substanzkonsum über Abbauprodukte nach. Nachweiszeiten variieren stark je nach Substanz, Konsumhäufigkeit und Stoffwechsel.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: —
- Akutgefahr: Keine
- Langzeitfolgen: Keine
- Mischkonsum: —
V
V (in Arbeit)
Dieser Buchstabe wird noch ergänzt.
W
Wirkung
Wirkung beschreibt körperliche/psychische Effekte einer Substanz. Sie hängt u. a. von Dosis, Konsumform, individueller Sensitivität, Reinheit sowie Set & Setting ab.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: —
- Akutgefahr: Niedrig bis mittel
- Langzeitfolgen: Niedrig bis mittel
- Mischkonsum: —
Withdrawal (Entzug)
Entzug sind Symptome beim Absetzen abhängigkeitserzeugender Substanzen. Alkohol- und Benzodiazepin-Entzug kann lebensgefährlich sein und gehört in ärztliche Begleitung.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: —
- Akutgefahr: Hoch (je nach Substanz)
- Langzeitfolgen: Mittel
- Mischkonsum: —
Wirkstoffgehalt
Der Wirkstoffgehalt schwankt im Schwarzmarkt stark und ist ein zentraler Risikofaktor für Überdosierungen. Sicher bestimmbar ist er nur durch Laboranalysen/Drug Checking.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: —
- Akutgefahr: Hoch
- Langzeitfolgen: Mittel
- Mischkonsum: —
Wirkdauer
Wirkdauer hängt von Konsumform, Dosis, Stoffwechsel und Reinheit ab. Lange Wirkdauer kann Erschöpfung, Schlafmangel und psychische Überforderung fördern – Nachlegen erhöht das Risiko.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: —
- Akutgefahr: Mittel
- Langzeitfolgen: Niedrig bis mittel
- Mischkonsum: —
X
XTC (Ecstasy)
XTC bezeichnet meist Ecstasy-Tabletten, die häufig MDMA enthalten, aber oft auch Beimischungen/Verunreinigungen. Hauptinfos siehe MDMA.
Xanax (Alprazolam)
Xanax ist ein Benzodiazepin. Missbrauch birgt hohes Abhängigkeits- und Überdosisrisiko – besonders mit Alkohol oder Opioiden.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Sehr hoch
- Akutgefahr: Hoch
- Langzeitfolgen: Hoch
- Mischkonsum: Extrem hoch
FAQ
- Ist Xanax ein starkes Medikament? Ja – schnell wirksam und potent.
- Kann Xanax abhängig machen? Ja – besonders bei regelmässigem Konsum.
Y
Yaba
Yaba enthält Methamphetamin + Koffein, wirkt stark stimulierend und hat ein sehr hohes Abhängigkeitspotenzial. Risiken: Überhitzung, Herzbelastung, Angst, Aggressionen, Psychosen.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Extrem hoch
- Akutgefahr: Hoch
- Langzeitfolgen: Hoch
- Mischkonsum: Extrem hoch
FAQ
- Ist Yaba dasselbe wie Meth? Enthält Meth, zusätzlich Koffein.
- Warum so gefährlich? Hohe Wirkstärke + starkes Craving.
Yohimbin
Pflanzlicher Wirkstoff aus Yohimbe-Rinde. Kann stimulierend wirken, in höheren Dosen aber starke Nebenwirkungen auslösen (Angst, Bluthochdruck, Unruhe, Panik).
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Gering
- Akutgefahr: Mittel
- Langzeitfolgen: Niedrig bis mittel
- Mischkonsum: Hoch
FAQ
- Ist Yohimbin legal? Rechtslage variiert je nach Land.
- Kann es Angst auslösen? Ja – besonders bei höheren Dosen.
Ypsilon (Slang)
Seltener Szenebegriff für „unbekannte/neue Substanz“. Risiko ist extrem hoch, da Zusammensetzung und Dosis unklar sind – im Zweifel Drug Checking.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Mittel bis hoch
- Akutgefahr: Extrem hoch
- Langzeitfolgen: Hoch
- Mischkonsum: Extrem hoch
Z
Zauberpilze
Zauberpilze enthalten Psilocybin. Hauptinfos siehe Psilocybin.
Z-Substanzen (Zolpidem, Zopiclon, Zaleplon)
Schlafmittel mit sedierender Wirkung, ähnlich riskant wie Benzodiazepine (Abhängigkeit, Gedächtnislücken, Stürze). Mischkonsum mit Alkohol/Opioiden ist besonders gefährlich.
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Hoch
- Akutgefahr: Hoch
- Langzeitfolgen: Hoch
- Mischkonsum: Extrem hoch
FAQ
- Machen Z-Substanzen abhängig? Ja – oft schneller als erwartet.
- Kann man sie sicher einnehmen? Nur kurzfristig und ärztlich kontrolliert.
Zeremonielle Drogen
Ayahuasca, Peyote oder Iboga werden in Ritualen verwendet und enthalten starke psychoaktive Substanzen. Risiken: psychische Überforderung, Kreislaufbelastung und gefährliche Wechselwirkungen (z. B. mit Medikamenten).
Risiko-Ampel
- Abhängigkeitspotenzial: Gering
- Akutgefahr: Mittel bis hoch
- Langzeitfolgen: Möglich
- Mischkonsum: Hoch
FAQ
- Ist Ayahuasca legal? Rechtslage variiert stark.
- Kann man davon abhängig werden? Körperlich kaum, psychisch selten.
Quellen & fachliche Grundlagen
Die Inhalte dieses Drogenlexikons basieren unter anderem auf Erkenntnissen und Publikationen folgender Institutionen:
- Bundesamt für Gesundheit (BAG), Schweiz
- Swissmedic – Schweizerisches Heilmittelinstitut
- Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA)
- Nationale und kantonale Fachstellen für Suchtprävention und Schadensminimierung (Schweiz)
- Europäische Fachliteratur aus Toxikologie, Suchtmedizin und klinischer Pharmakologie
(Die Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.)


